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Kleinkinder und Wasser

Die Temperaturen steigen und du fragst dich: Wie viel sollte mein Kind eigentlich trinken?
Der Flüssigkeitsbedarf wird am Anfang des Lebends durch Muttermilch oder Pre-Milch gedeckt.

Bis zum ersten Geburtstag ist das die Haupt Nahrungs- und Flüssigkeitsquelle.
Nun stellt sich die Ernährung langsam um, dein Baby ersetzt die Milchmahlzeit nun schon komplett mit fester Nahrung. Nun muss dein Kind den Flüssigkeitsbedarf mit Trinken erfüllen.
600-700 ml Flüssigkeitszufuhr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung. Die meisten Kinder trinken deutlich weniger. Richtwert für dich sollten ca 6 kleine Gläser am Tag sein.

Wann sollte mein Kind trinken?

Da das Trinken oft unter geht, solltest du dir angewöhnen bei jeder Mahlzeit deinem Kind etwas zu trinken anzubieten. Auch müssen Kinder oft zwischen den Mahlzeiten daran erinnert werden. Vielleicht kannst du immer Mal eine Trinkpause beim Spielen einlegen und ihr trinkt gemeinsam? Wenn dein Kind besonders viel getobt hat oder wir haben sehr gutes, warmes Wetter steigt der Flüssigkeitsbedarf.

Was sollte mein Kind trinken?

Wasser ist der perfekte Durstlöscher. Unser Leitungswasser ist in Hamburg ausgezeichnet. Es ist nicht notwendig, so genanntes teures „Baby-Wasser“ zu kaufen.

Aber dein Kind darf auch gerne Tee trinken: Kräutertee, Roibusch oder tolle Früchtetees (die schmecken auch kalt sehr gut). Der Tee sollte aber nicht mit Zucker, Honig oder anderen Süßungsmitteln gesüßt werden.

Was sollte mein Kind nicht trinken?

Saft, Saftschorlen, Limonaden sollte dein Kind wegen zu hohem Zuckergehalt nicht bekommen.
Ein Glas Apfelsaft enthält 5 ganze Zuckerwürfel, soviel wie Orangenlimo etc. Es ist somit keine gesunde Alternative, ganz im Gegenteil. Süße Getränke sind nährwertarme Kalorienbomben die schnell zu Übergewicht und Karies führen können.

Saft enthält sehr viel Fruchtzucker, vor allem Apfel- und Traubensaft. Dieser kann von Kindern in diesen Mengen nicht verstoffwechselt werden und kann somit zu Durchfall und Bauchschmerzen führen.

Kakao oder Kuh-Milch enthält durch Fett/Zucker und sehr viel tierisches Eiweiß. Das kann die Nieren belasten und sind eher als Mahlzeit zu sehen.

Die bekannten Quetschies oder auch Smoothies sollten wegen ihrem hohen Fruchtzuckergehalt eher zu Naschi gezählt werden und dürfen gerne als seltene Besonderheit gegeben werden. Auch wenn sie praktisch erscheinen und von Kindern sehr gerne angenommen werden, sind die (leider) nicht so gesund wie frisches Obst.

Alkohol ist besonders für das in der Entwicklung befindliche Kindergehirn sehr schädlich.
Koffein sollte dein Kind auch nicht bekommen, Klassiker dafür sind Cola und Eistee (dieser basiert fast immer auf Schwarztee!)
Energiedrinks können wegen ihrer Zusammensetzung von Koffein und Zucker zu Kreislaufversagen deines Kindes führen- sie sind lebensgefährlich.
Alle Süßungsmittel die Null-Kalorien versprechen sind für Kinder ungeeignet. Sie können entweder Krebs verursachen oder nehmen Einfluss auf den Stoffwechsel und einem fehlgeleiteten Hungerbedürfnis.

Mein Kind trinkt aber nur Saft

Versuche durch immer mehr verdünnen, das Kind wieder auf Wasser umzugewöhnen. Wenn dein Kind dennoch Wasser mit Geschmack braucht, schau untern unter Tipps nach.

Warum ist zu wenig/zu viel trinken eigentlich gefährlich?

Vereinfacht gesagt brauchen wir Flüssigkeit um unseren Kreislauf aufrecht zu erhalten. Fällt die Versorgung in zu viel/zu wenig Flüssigkeit können die Nieren überlastet werden.
Zudem steigt die Gefahr von Harnwegsinfekten, da Bakterien nicht häufig genug hinausgespült werden.

Woran erkenne ich, dass mein Kind zu wenig trinkt?

Am einfachsten erkennst du es an der Farbe,Menge und der Häufigkeit des Urins. Ist dieser immer konzentriert und dunkel gelb, dann trinkt dein Kind zu wenig.

Ich hab einen Trinkmuffel!

Aus Erfahrung besteht oft das Problem, dass die Kinder eher zu wenig trinken.

Es gibt aber auch ein Paar Tipps:

Das richtige Gefäß

Glücklicher Weise haben wir die Möglichkeit auf so viele Verschiedene Trinkgefäße zurückgreifen zu können. Such dir am besten mit deinem Kind gemeinsam ein schönes Gefäß aus.
Vielleicht motiviert die Lieblingsfigur auf dem bedruckten Becher deinen Trinkmuffel? Oder mag es die Auswahl heute Blau morgen rot?

Das Wasser aufwerten

Zusätzlich kannst du das Gefäß mit einem tollen Strohhalm pimpen (es gibt inzwischen tolle
wiederverwertbare aus Metall, Glas etc.)
Auch Eiswürfel aus tollen Formen, die dein Kind sich natürlich aussuchen kann, motivieren zum Trinken.
Für den Geschmack und den Spaß, eine gefrorene Frucht oder frische Minze, Zitrone etc. geben ungesüßten Geschmack und Abwechslung.

Die vielfältige Teeauswahl

Es gibt heutzutage tolle Teesorten, die vor allem auch kalt schmecken. Die Zeiten des schrecklichen Hagebutten-Jugendherberge-Tee sind vorbei.
Besonders empfehlenswert sind die Sorten: Spanische Orange, Pfirsich, Heidelbeere, türkischer Apfel.

Flüssigkeitsalternativen

Dein Kind trinkt dennoch zu wenig? Flüssigkeit können wir auch aus der festen Nahrung beziehen.
Besonders gute und leckere Möglichkeiten bietet: Gurke, Wassermelone und Erdbeeren.
Auch der klassische Babybrei enthält viel Flüssigkeit und könnte dazu verdünnt werden.

Vorbild sein

Auch wir Erwachsenen trinken oft viel zu wenig. Nutze die Chance und macht gemeinsam tolle Trinkpausen und gewöhnt euch an, bei Ausflügen immer Wasser dabei zu haben. Trinke das gleiche Getränk wie dein Kind. Natürlich wird es auch die Limonade haben wollen, die die Mama oder der Papa auch immer trinken.

Natürlich darf dein Kind auch mal Saft oder Limonade trinken, es sollte aber etwas besonderes sein, ähnlich wie ein Eis oder Kuchen.

 

Ganz allgemein und mit Tabelle zur Übersicht

Wie viel Wasser sollte man trinken?

Normalerweise verliert man pro Tag etwa 2,5 Liter Wasser (über die Haut, die Atmung, Urin und Stuhl). Um diese Flüssigkeitsmenge zu ersetzen, sollten Erwachsene jeden Tag etwa 2 bis 2,5 Liter täglich durch Wasser zu sich nehmen – so die Empfehlung der European Food Safety Authority (EFSA). Ca. 80 % dieses Wasserbedarfs wird im Durchschnitt über Getränke gedeckt, die restlichen 20 % werden über die Nahrung aufgenommen.*

Besonders bei Hitze braucht der Körper mehr Flüssigkeit. Auch bei körperlich anstrengender Arbeit oder beim Sport ist mehr Flüssigkeit erforderlich – dann können schon mal zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde intensiver Aktivität nötig sein. Die empfohlene Trinkmenge hängt außerdem stark vom Alter und der Lebenssituation ab. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über den Tagesbedarf an Wasser:

Altersgruppe Alter Geschlecht Empfohlene Wasseraufnahme (ml/Tag)
Kleinkinder 0-6 Monate 680 (über Milch)
6-12 Monate 800-1000
Kinder 1-2 Jahre 1100-1200
2-3 Jahre 1100-1200
4-8 Jahre 1600
9-13 Jahre Mädchen 1.900
Jungen 2.100
> 14 Jahre Wie Erwachsene
Erwachsene Frauen 2.000
Männer 2.500
Schwangere 2.300
Stillende Mütter 2.600-2.700
Ältere Menschen Wie Erwachsene

* Quelle: European Food Safety Authority (2011) Scientific opinion on dietary reference values for water. EFSA J 8, 1459-1506: https://efsa.onlinelibrary.wiley.com

Fazit:

Trinken ist wichtig. Und auch die Auswahl des Gefäßes. Wenn das Ziel von dir ist, dass dein Baby am Elterntisch mit Essen und trinken kann, dann stelle mit Beikost eine Tasse zur Verfügung. Nicht aus „Bequemlichkeit“ einen auslaufsicheren Becher. Denn auch da muss dein Kind dran saugen.

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