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Infektionskrankheit Windpocken, unsichtbar und doch hoch ansteckend…

Was für ein herrlicher Herbsttag an der Ostsee. Die Sonne schien golden auf das Meer und der kleine Sohn meiner Freundin, der gerade einmal 10 Monate war, saß vergnügt im Sand und spielte mit seiner Schaufel. Er griff sich von Zeit zu Zeit in den Nacken und kratze ein wenig. Als seine Mama aufmerksam wurde, sah sie ein kleines Pickelchen. Mückenstiche in dieser Jahreszeit sind nun mittlerweile gar nichts außergewöhnliches mehr. Der Tag am Meer tat der Familie gut, zumal sich meine Freundin erst von einer Gürtelrosenerkrankung erholt hatte, die jedoch viel zu spät und fehlerhaft diagnostiziert wurde.
Am nächsten Tag trafen sich meine Freundin und ich zum Klönschnack bei mir zu Hause. Meine Tochter spielte mit großem Elan mit dem kleinen Jungen. Meine Freundin sprach mich auf das juckende Pickelchen Ihres Sohnes an. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, teilte aber schon die Vermutung mit ihr, dass er sich mit den Windpocken infiziert haben könne. Jedoch hatten wir nun alle schon Kontakt und da meine Tochter nicht gegen Windpocken geimpft war und die Krankheit noch nicht hatte, wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie sich angesteckt haben könnte. Meine Freundin versprach direkt am nächsten Tag den Kinderarzt zu konsultieren. Ihr Sohn hatte noch keine Impfung, da diese erst zwischen dem 11-14.Lebensmonat möglich ist.
Am selben Abend fielen der Mutter noch ein paar weitere Pickelchen auf, die wie Bläschen aussahen. Die Nacht war unruhig. Der kleine Kerl weinte und juckte sich außergewöhnlich oft, dazu kam leichtes Fieber und Müdigkeit. Da meine Freundin von mir informiert war, dass Windpocken eine Infektionskrankheit darstellten, informierte Sie den Kinderarzt vorher. Sie bekam ein festes Zeitfenster und nutzte einen anderen Eingang in die Praxis, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. Der Verdacht bestätigte sich: es handelte sich um Windpocken. Somit brauchte ich nun nur noch darauf warten, dass meine Tochter ebenfalls infiziert war. Etwa zwei Wochen später dann auch bei ihr erste Pickelchen, Jucken und schließlich überall: Windpocken!
Übrigens: die Symptome von Windpocken können unterschiedlich ausgeprägt sein, von minderen bis starken Juckreiz, Windpocken am ganzen Körper, Windpocken im Mund und versteckten Stellen, zum Beispiel unter der Vorhaut bei Jungen. Einige Kinder bekommen Fieber, manchmal tritt auch eine Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung auf.

Wie also steckt man sich an?

Es handelt sich um das Varizella-Zoster-Virus und verbreitet sich meist durch das Einatmen winziger Speicheltropfen, die durch das Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen verbreitet werden
Weiterhin ist auch eine Schmierinfektion möglich, da beim Platzen der Pickelbläschen eine virale Flüssigkeit austritt, die besonders ansteckend ist
Wer noch nie Windpocken hatte oder nicht geimpft ist, kann sich bei einem Gürtelrose Erkrankten per Schmierinfektion anstecken
Menschen die bereits Windpocken hatten, sind immun und können sich nicht ein zweites Mal anstecken. Jedoch können sie sich bei erneuter Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus mit einer Gürtelrose oder Herpes anstecken
Es existieren auch sogenannte „Impfwindpocken“. Diese treten oft bei geimpften Kindern, kurz nach der Impfung auf und sind ansteckend, so dass oftmals ganze Kita Gruppen angesteckt werden, da der Impfling viele Kontaktpersonen infiziert hat

Was kannst Du tun, wenn Du Windpocken bei Deinem Kind vermutest?

# Kontakt mit anderen Personen meiden, die Inkubationszeit beträgt nämlich 8 Tage bis 4 Wochen,
ansteckend ist man bereits ein bis zwei Tage vor den roten Flecken
# Bei einer Gürtelrose der Mutter zwingend Hygieneregeln einhalten, Händewaschen und
Schmierinfektion/Tröpfcheninfektion vermeiden
# Bei Ansteckung einer Schwangeren kurz vor/während der Geburt besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Infektion des Kindes
# Kinderarzt konsultieren und Verdacht am Telefon äußern
# Fingernägel Deines Kindes kürzen, um aufkratzen zu verhindern
# Zinksalbe bzw. Salbe auftragen, die der Arzt gegen den Juckreiz verschrieben hat
# Hygiene: Händewaschen, Schmierkontakt vermeiden

Fazit: Das Immunsystem Deines Kindes bekämpft die Viren, der Arzt die Symptome. Daher ist der beste Schutz, ein gutes Immunsystem!

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