Darum ist Nabelpflege beim Säugling wichtig
Zur Pflege eines Neugeborenen gehören nicht nur Windel wechseln, Baden und Nägel schneiden, auch der Nabel muss ab dem ersten Lebenstag des Säuglings
gepflegt werden. Das hat weniger kosmetische als vielmehr gesundheitliche Gründe. Nach der Geburt wird die Nabelschnur des Neugeborenen an zwei Stellen
abgeklemmt und dazwischen durchgeschnitten. Das übernimmt oftmals eines der Elternteile. Die zum Abnabeln benutzte Klemme bleibt solange am Nabelschnurrest, bis er eingetrocknet ( meist wird die Klemme bei der U2 entfernt) oder abgefallen ist. Dieser Nabelstumpf ist eine heilende Wunde,
die entsprechende Pflege braucht. Doch keine Sorge: Der Nabelschnurstummel enthält keine Nerven, die dem Säugling schmerzen bereiten könnten. Und bei der Pflege an sich kann man nicht viel verkehrt machen. Hier lautet das Motto: Weniger ist mehr!
Worauf ist bei der Nabelpflege zu achten?
Bevor man sich der Nabelpflege widmet, sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Zum Reinigen eignet sich eine 0,9-%-ige Kochsalzlösung. Diese hat die
Zusammensetzung von Blut, deshalb brennt sie nicht. Mit einem sterilen Wattestäbchen oder einem sterilen Gazelappen wird nun eventuell getrocknetes
Wundsekret entfernt. Das Wichtigste ist: Der Nabel sollte immer trocken und sauber sein. Manche verbinden den Nabel mit einer Kompresse oder Nabelbinde, andere lassen ihn frei, damit die Wunde an der Luft abheilen kann. In letzterem Fall sollte der Rand der Windel beim Wickeln vorsichtig umgeschlagen werden, damit der Nabelstumpf nicht an der Windel scheuert oder Urin oder Stuhl an den Nabel gelangt. Hierbei sollte der Nabel so wenig wie möglich mit den Fingern berührt werden.
Benötigt man spezielle Pflegemittel?
Es ist ganz normal, dass sich im Zuge des Abheilungsprozesses ein schmieriges oder leicht blutiges Wundsekret bilden kann. Um die Haut beim Heilen zu
unterstützen, kann der Nabelbereich mit einer sterilen Kompresse und einem wundheilungsfördernden Mittel gereinigt werden, z.B. der Nabelpflege von Weleda.
Diese enthält Extrakte der Pflanzen Arnika, Calendula und Echinacea, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und ist in Apotheken erhältlich. Das
Pulver wird dreimal täglich dünn auf den Nabelbereich aufgestreut. Vor dem nächsten mal, sollten Pulvereste mit einem sauberen Wattestäbchen entfernt werden. Es ist geruchsneutral und unauffällig. Auch bei vom Stillen wund gewordenen bzw. stark strapazierten Nippeln hilft es im Übrigen beim Abheilen. Ist keine Essenz zur Hand haben auch ein paar Tropfen Muttermilch auf den Nabelbereich getropft eine desinfizierende Wirkung. Ist der Nabel einmal abgefallen, reichen beim Baden Wasser, eine milde Babyseife und viel frische Luft zum Reinigen aus. Nach dem Baden sollte der Nabel mit den Fingern etwas gespreizt werden, damit er gut trocknen kann und sich keine Keime einnisten.
Was kann passieren, wenn der Nabel nicht richtig
gepflegt wird?
Wird der Nabel nicht richtig gepflegt, kann es zu einer Entzündung kommen. Diese macht sich durch gerötete Haut im Nabelbereich, unangenehmen Geruch, Fieber und den eventuellen Austritt von Blut oder vermehrtem Wundeiter bemerkbar. In diesem Fall sollte umgehend der Kinderarzt aufgesucht werden. In seltenen Fällen entsteht eine kleine, blaurot gefärbte Geschwulst am Nabel, ein sogenanntes Nabelgranulom. Diese im Volksmund „wildes Fleisch“ genannte Hautwucherung bildet sich bei entzündetem Nabel und sieht knotenförmig aus. Mit homöopathischen Mitteln ist sie jedoch von der Hebamme gut behandelbar. Keinesfalls sollte versucht werden, das Granulom selbst mit den Fingernägeln zu entfernen.
Wann wird der Nabel abfallen?
In den ersten beiden Tagen nach der Entbindung trocknet der Nabelschnurrest ein. Dadurch verschließen sich die Nabelgefäße sicher, und der Nabel fühlt sich fest und starr an. Ist dies geschehen, kann die Nabelklemme, von der Hebamme oder dem Kinderarzt entfernen werden. Bis der Rest der Nabelschnur ganz abfällt, dauert es in der Regel vier bis zehn Tage. Manchmal lässt sich der Nabel auch etwas länger, bis zu zwei Wochen, Zeit, bis er abfällt. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge. Hebamme oder Kinderarzt beraten und unterstützen in dieser Phase und informieren die Eltern darüber, ob eventuell weitere unterstützende Maßnahmen nötig sind.
Fazit
Jede Hebamme hat so ihre eigenen Tipps und Tricks. Ich z.B. mache einfach gar nichts und habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Natürlich nur, wenn der Nabel wirklich reizlos ist. Ansonsten empfehle ich sich Calendula Essenz aus der Apotheke zu besorgen. Ist auch gut geeignet für eine Kaiserschnittnaht. Was auch immer zu empfehlen ist, wenn man Kinder im Haus hat, und ebenfalls in der Apotheke zu bekommen Octenisept!